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Die Sinn-Frage in der zweiten Lebenshälfte @ Haus der Begegnung
4. Januar um 16:00 – 6. Januar um 13:00

7) Was will ich noch erreichen? Bedeutung einer heilenden Lebensbilanz

Leitung: Dr. Otto Zsok, Dozent und Institutsdirektor am Südd. Inst. für Logotherapie und Existenzanalyse in Fürstenfeldbruck

Dass das Erspüren des Sinns des Augenblicks, der gegenwärtigen Stunde sowohl für die psychische Gesundheit als auch für die spirituelle Entwicklung eines Menschen enorm wichtig ist, lehrte nicht nur der Wiener Psychiater und Arztphilosoph Viktor Frankl (1905–1997), der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse. Alle spirituelle Schulen wie die seriöse Psychologie kennen die hohe Bedeutung der Sinnentdeckung und der Sinnverwirklichung mit Blick auf ein gelingendes Leben. Nach diesem Ansatz wollen wir in diesem Seminar auf das eigene Leben schauen, aber nicht nur rückwirkend, sondern auch voraus blickend. Dabei versuchen wir zu erspüren, was ich noch in der nahen und weiteren Zukunft an Sinnvollem realisieren will. In diesem Kontext spielen Denken, Gefühl und Wille eine große Rolle. Denken als harmonisches Denken, Gefühl als Erfühlenkönnen der Werte, die gelten, und schließlich Wille als der Wille zum Sinn. Der von der Logotherapie gemeinte »Sinn« ist eng verwandt mit dem »Logos«, der im Anfang ist und zugleich eng verbunden mit den Werten, die in einer Situation mich angehen. Dem Ansatz einer heilenden Lebensbilanz gemäß, der vorgestellt wird, suchen wir eigene Antworten auf die Sinn-Frage in der zweiten Lebenshälfte, bejahend, dass der (göttliche) »Über-Sinn« noch einmal alles Dunkle und Zweideutige, alles Scheitern und Leid umfasst und überwölbt.

15 bis 20 Teilnehmende

Anmeldung beim HdB erforderlich