Mrz
3
So
Tukuyu – Ulm, Bilder einer lebendigen Partnerschaft | Ausstellung @ Haus der Begegnung
3. März – 10. April ganztägig

Die Partnerschaft entstand 1981 zwischen der Moravian Church (Herrnhuter Brüdergemeine) in Tukuyu (Tansania) und den Kirchengemeinden Dornstadt, Erbach, Grimmelfingen, Söflingen, Wiblingen. Inzwischen tragen viele weitere Interessierte diese Partnerschaft mit. Bei uns begegnen sich Menschen auf Augenhöhe, die im christlichen Glauben miteinander verbunden sind. Wir erleben dabei alle Unterschiede der Lebensverhältnisse wirtschaftlicher und kultureller Art. Bei den regelmäßigen Besuchen lernen wir voneinander, feiern gemeinsam Gottesdienste und begegnen einander in unseren Häusern, in Gruppen und Kreisen.

Durch unsere Partnerschaft sind zwischenzeitlich auch zwei Schulpartnerschaften zwischen dem Hans und Sophie-Scholl-Gymnasium und Madaraka-Schule und dem Schubart-Gymnasium und Mabonde-Schule in Tukuyu entstanden.

Mrz
12
Di
Im Mittelpunkt der Mensch | Für eine Ethik der Sorge @ Stadthaus
12. März um 19:30 – 19:38

Referent: Prof. Dr. med. Giovanni Maio, Professor für Bioethik und Medizinethik an der Universität Freiburg

Kein anderer Begriff ist in ethischer Hinsicht so eng mit der Pflege verknüpft wie der Begriff der Sorge. Es ist wichtig, gerade in unserer Zeit, in der auch die Ethik sich am Grundverständnis eines ganz souveränen Menschen orientiert, die Bedeutsamkeit der Ethik der Sorge herauszuarbeiten. Denn so wie der gebrechliche und hilfsbedürftige Mensch quer zu unserer Zeit steht, scheint auch die Ethik der Sorge quer zu unserer Zeit zu stehen, weil heute viel lieber von Autonomie als von Sorge gesprochen wird. Dass aber beides zusammengehört, das aufzuzeigen, ist Sinn dieses Vortrages, der zentrale Merkmale der Ethik der Sorge herausarbeiten und deren Bedeutung für die Pflege aufzeigen wird.

 

Mrz
15
Fr
Die Würde des Menschen | Reihe: Philosophieren am Freitag @ Familien-Bildungsstätte Ulm e.V.
15. März um 17:00 – 19:00

Referent: Dr. Hans-Klaus Keul, Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium, Uni Ulm

Wie sähe ein gesellschaftliches Leben aus, das sich nicht vom Postulat der Achtung vor der Menschenwürde leiten ließe? Wäre hier nicht der Gewalt der Stärkeren Tor und Tür geöffnet, die alle anderen Mitglieder zu bloßen Mittel für ihre eigenen Zwecke skrupellos instrumentalisierten? Zurecht hat unser Grundgesetz, dessen 70-jähriges Bestehen wir übrigens 2019 feiern, die Menschenwürde als sein oberstes Prinzip anerkannt, das von den anderen Grundrechten Schritt für Schritt konkretisiert wird.

Fragt man jedoch danach, was die Menschenwürde genauer bedeutet, so geraten wir leicht in Verlegenheit. Zuweilen wird sie sogar für die Begründung höchst unterschiedlicher, nicht selten entgegengesetzter Urteile in Anspruch genommen, wie etwa bei der Debatte um die Sterbehilfe, bei der sowohl Befürworter als auch Kritiker sich gleichermaßen auf dieses Postulat berufen.

Klärung in dieses Dickicht von Gründen und Gegengründen will unsere Reihe „Philosophieren am Freitag“ bringen. Die erste Veranstaltung (15.03) nimmt den Ausgang direkt von unserem Grundgesetz, wenn sie dessen Würdebegriff diskutieren will; um von hier aus den Bogen zu einem lebensweltlichen Würdebegriff zu schlagen, wobei wir P. Bieris Studie „Eine Art zu leben. Über die Vielfalt der menschlichen Würde“ zum Teil besprechen werden. Die zweite Veranstaltung (29.03) geht geistesgeschichtlich vor, wenn sie von der Antike über die Renaissance bis hin zu Kant und gegenwärtigen Autoren an die Wurzeln des Begriffs der menschlichen Würde erinnert. Und weil auch diese Veranstaltung letztlich dem Verstehen der Lebenspraxis dient, soll zum Schluss der gemeinsam erschlossene Begriff der Menschenwürde an einzelnen Beispielen des Alltags erprobt werden.

Mrz
19
Di
Sexueller Missbrauch | Einblicke in ein erschütterndes Thema | Vortrag mit Gesprächsmöglichkeit @ Haus der Begegnung
19. März um 19:00

Referent: Prof. Dr. med. Jörg Fegert, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Ulm

Ein ausgewiesener Fachmann gibt Auskunft darüber, was sexueller Missbrauch ist und wo er vorkommt. Der Blick geht auf die Situationen im familiären Umfeld, in der Kirche und anderen gesellschaftlichen Einrichtungen.

 

Mrz
21
Do
Was die Religionen zu Recht und Gerechtigkeit in der Gesellschaft beitragen @ Haus der Begegnung
21. März um 19:30

Zugegebenermaßen, Religionen haben nicht immer zum Frieden und zur Gerechtigkeit zwischen Menschen, gesellschaftlichen Gruppen, Völkern und Nationen beigetragen.

Zumindest haben sich intolerante, ja auch gewaltbereite und gewalttätige Menschen und egoistische Gruppen auf Ihre jeweilige Religion berufen. Hier ist zu fragen, ob das zurecht geschehen ist und wie mit schuldhaften Verhalten in der Vergangenheit umzugehen ist. Darüber hinaus fragen wir uns, ob und wie die Religionen heute zu Frieden, Recht und Gerechtigkeit in der Gesellschaft beitragen können.

Dies tun Imam Bilal Hodzic und Pfarrer Michael Hauser jeweils stellvertretend für ihre Religionen des Christentums und Islams in Eingangsstatements, danach wird das Gespräch mit allen Anwesenden fortgesetzt.

Mrz
29
Fr
Die Würde des Menschen | Reihe: Philosophieren am Freitag @ Familien-Bildungsstätte Ulm e.V.
29. März um 17:00 – 19:00

Referent: Dr. Hans-Klaus Keul, Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium, Uni Ulm

Wie sähe ein gesellschaftliches Leben aus, das sich nicht vom Postulat der Achtung vor der Menschenwürde leiten ließe? Wäre hier nicht der Gewalt der Stärkeren Tor und Tür geöffnet, die alle anderen Mitglieder zu bloßen Mittel für ihre eigenen Zwecke skrupellos instrumentalisierten? Zurecht hat unser Grundgesetz, dessen 70-jähriges Bestehen wir übrigens 2019 feiern, die Menschenwürde als sein oberstes Prinzip anerkannt, das von den anderen Grundrechten Schritt für Schritt konkretisiert wird.

Fragt man jedoch danach, was die Menschenwürde genauer bedeutet, so geraten wir leicht in Verlegenheit. Zuweilen wird sie sogar für die Begründung höchst unterschiedlicher, nicht selten entgegengesetzter Urteile in Anspruch genommen, wie etwa bei der Debatte um die Sterbehilfe, bei der sowohl Befürworter als auch Kritiker sich gleichermaßen auf dieses Postulat berufen.

Klärung in dieses Dickicht von Gründen und Gegengründen will unsere Reihe „Philosophieren am Freitag“ bringen. Die erste Veranstaltung (15.03) nimmt den Ausgang direkt von unserem Grundgesetz, wenn sie dessen Würdebegriff diskutieren will; um von hier aus den Bogen zu einem lebensweltlichen Würdebegriff zu schlagen, wobei wir P. Bieris Studie „Eine Art zu leben. Über die Vielfalt der menschlichen Würde“ zum Teil besprechen werden. Die zweite Veranstaltung (29.03) geht geistesgeschichtlich vor, wenn sie von der Antike über die Renaissance bis hin zu Kant und gegenwärtigen Autoren an die Wurzeln des Begriffs der menschlichen Würde erinnert. Und weil auch diese Veranstaltung letztlich dem Verstehen der Lebenspraxis dient, soll zum Schluss der gemeinsam erschlossene Begriff der Menschenwürde an einzelnen Beispielen des Alltags erprobt werden.

Apr
5
Fr
Menschenwürde – auch theologisch zu begründen ? | Reihe: Philosophieren am Freitag @ Haus der Begegnung
5. April um 17:00 – 18:30

Referent: Pfr. Dr. Michael Hauser, Ulm und Blaubeuren

Die Würde des Menschen ist unantastbar, so beginnt Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes als Reaktion auf den Rassismus und die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Referent möchte zeigen, dass dies auch theologisch zu begründen und zu fordern ist.

Hierbei verbietet sich eine Einschränkung der Bezugsgruppe auf Männer oder auf eine bestimmte Rasse. Hier sind Entwicklungen aufzuzeigen.

 

Apr
12
Fr
Der andere Weg | Hoffnungsbilder aus Israel | Vernissage @ Haus der Begegnung
12. April um 17:00

Johanna Falk, geboren 1947 in München, lebt seit 1973 in Würzburg und engagiert sich ehrenamtlich, vor allem in der ökumenischen Versöhnungs- und Friedensarbeit. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog sind ihr ein besonderes Anliegen. Für ihre örtliche und europaweite Tätigkeit hat sie verschiedene Auszeichnungen erhalten, im Jahr 2017 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Sie eröffnet selbst die Ausstellung der großen jüdischen Pädagogin Dr. Puah Menczel.

Diese hat in der ersten Gesamtschule im jungen Staat Israel Kinder und Jugendliche verschiedener Herkunft (Juden, Araber, Zuwanderer) im Kunstunterricht zusammengeführt. Sie beschreitet damit einen neuen, anderen Weg.

Apr
13
Sa
Der andere Weg | Hoffnungsbilder aus Israel | Johanna Falk @ Haus der Begegnung
13. April – 31. Mai ganztägig

Die große jüdische Pädagogin Dr. Puah Menczel versucht in der ersten Gesamtschule im jungen Staat Israel Kinder und Jugendliche verschiedener Herkunft (Juden, Araber, Zuwanderer) im Kunstunterricht zusammenzuführen. Sie beschreitet damit einen neuen, anderen Weg. Ihre Vorgehensweise kann auch für unsere Zeit als Vorbild gelten.

Johanna Falk, geboren 1947 in München, lebt seit 1973 in Würzburg und engagiert sich ehrenamtlich, vor allem in der ökumenischen Versöhnungs- und Friedensarbeit. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog sind ihr ein besonderes Anliegen. Für ihre örtliche und europaweite Tätigkeit hat sie verschiedene Auszeichnungen erhalten, im Jahr 2017 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Vernissage Freitag, 12. April, 17 Uhr, Cafeteria des Hauses mit Einführung in die Werke durch Johanna Falk.

Mai
7
Di
Quo vadis, Europa? | Vortrag @ Haus der Begegnung
7. Mai um 19:00

Referentin: Frau Annette Schavan – Ministerin a. D. und Botschafterin am Heiligen Stuhl a. D.

Wohin gehst du, Europa? – dieser Frage wollen wir bei einem Vortrag und Gespräch von und mit Frau Annette Schavan nachgehen.

Der Brexit steht vor der Tür, die Europäische Union wird von Mitgliedsstaaten in Frage gestellt, rechtspopulistische und nationalistische Tendenzen sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Staaten deutlich spürbar geworden.

Die Frage nach einer europäischen Identität stellt sich dringlicher denn je. So es eine gibt – Gründet sie in einer Rechtskultur, basierend auf der Personalität des Menschen und seiner Würde?

Hat das Christentum eine fundamentale Bedeutung für eine europäische Identität?

Mai
18
Sa
Würde und Größe des Menschen | Tagesfahrt nach Karlsruhe
18. Mai um 7:30 – 20:00

Im Karlsruher Schloss präsentiert das Landesmuseum die Kultur von Mykene – die erste Hochkultur in Europa. Was Menschen dort Großartiges hervorgebracht haben, wird an Fundstücken sichtbar, auch an Heinrich Schliemanns „Schatz“. Erleben Sie die sagenhafte Welt des Agamemnon in einer Führung durch diese Sonderausstellung.

Am Nachmittag geht es durch Karlsruhe, die „Stadt des Rechts“. Schon lange steht gerade diese Stadt mit ihrer Geschichte für die Menschenrechte. Im dortigen Bundesverfassungsgericht wird die Menschenwürde verteidigt. Sie ist im Grundgesetz verbrieft, das genau vor 70 Jahren in Kraft trat. Gehen Sie mit uns über den Platz der Grundrechte und erleben Sie die kunstvoll geplante Stadt.

Leitung: Dr. Oliver Schütz, Theologe und Historiker

Anmeldung bis 25.4.2019 bei der keb Ulm

 

 

Jun
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Di
Behar Heinemann | ROMAKUNST | Ausstellung @ Haus der Begegnung
4. Juni – 25. Juli ganztägig

Behar Heinemann ist Autorin, Künstlerin und Aktivistin. Sie ist im Kosovo geboren und der Minderheit der Roma zugehörig. Als Aktivistin setzt sie sich für Empowerment der Minderheit und im speziellen für die Kunst, Gesundheit und Bildung ein und hat dabei ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen. Als Künstlerin widmet sie sich vor allem der Fotografie und Malerei.

ROMAKUNST | Behar Heinemann @ Haus der Begegnung
4. Juni – 25. Juli ganztägig

Behar Heinemann ist Autorin, Künstlerin und Aktivistin. Sie ist im Kosovo geboren und der Minderheit der Roma zugehörig. Als Aktivistin setzt sie sich für Empowerment der Minderheit und im speziellen für die Kunst, Gesundheit und Bildung ein und hat dabei ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen. Als Künstlerin widmet sie sich vor allem der Fotografie und Malerei.

Jul
8
Mo
Überwindung von Antiziganismus | Festvortrag @ Haus der Begegnung
8. Juli um 14:30

20 Jahre Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg

Im Rahmen des Studientages spricht Prof. Gert Weisskirchen aus Wiesloch  zum Thema „Überwindung von Antiziganismus“.

Anmeldung nicht erforderlich

Das Gesamtprogramm geht von 13-17 Uhr. Dabei gibt es live Musik vom Sinti-Trio „Die Drahtzieher“ aus Ravensburg und Grußworte von Prälatin Wulz für die Evangelische Landeskirche und von Daniel Strauß für den Landesverband Deutscher Sinti und Roma BW sowie weitere Grußworte und Beiträge.

Okt
8
Di
»Nichts ist, wie es scheint« | Über Verschwörungstheorien | Vortrag Prof. Dr. Michael Butter @ vh ulm, Club Orange
8. Oktober um 19:00

Verschwörungstheorien sind seit einigen Jahren in aller Munde. Doch gibt es gegenwärtig wirklich mehr Verschwörungstheorien als früher? Und was hat das Internet mit dem vermeintlichen Anstieg zu tun? Was ist überhaupt eine Verschwörungstheorie? Warum glauben Menschen an die Existenz dunkler Komplotte und welche Folgen kann das haben? Der Vortrag führt systematisch ins Thema ein und beantwortet dabei diese und andere Fragen.

vh Nr. 18H 0108309