Die afrikanische Energiewende. Von der Kerosinlampe zur Solarenergie | Evang. Akademiker

Von 20. Juli 2016
Wann:
14. November 2018 um 17:15 – 19:00
2018-11-14T17:15:00+01:00
2018-11-14T19:00:00+01:00
Wo:
Haus der Begegnung
Grüner Hof 7
89073 Ulm
Deutschland
Preis:
kostenlos
Kontakt:
Dekan i.R. Christoph Planck in Kooperation mit dem HdB
0731 / 26 30 009

Referent: Dr. Harald Schützeichel, Freiburg

Stiftung Solarenergie Entwicklungsfonds NEU

Schulen, Organisationen, Bauern oder ländliche Handwerksbetriebe benötigen für ihre Arbeit eine saubere und zuverlässige Energieversorgung.

Meist steht kein Stromnetz zur Verfügung. Die Arbeit wird dadurch erheblich beeinträchtigt:

Nach Sonnenuntergang ist ein produktives Arbeiten nicht mehr möglich. Außerdem fehlen ohne Stromversorgung wichtige Hilfsmittel für ein produktives Ergebnis, etwa solare Wasserpumpen

oder Computer.

Nicht immer, aber doch häufig ist diese Zielgruppe durchaus in der Lage, die Anschaffungskosten für eine Solaranlage zu bezahlen, wenn sie einen Kredit über 2-3 Jahre erhalten. Einfach eine Solaranlage aus Spendenmitteln zu schenken, wäre daher ein falsches Signal.

 

Kleinkredite statt Spenden

Kredite für den Kauf einer Solaranlage sind bei lokalen Banken oder Mikrokreditorganisationen nur selten zu erhalten – oder nur zu sehr hohen Zinssätzen bis 30%. Ein Grund dafür ist das Misstrauen der Banken in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Solartechnik. Eine vergleichbare Situation hatten wir vor nicht allzu langer Zeit auch in Deutschland und der Schweiz: es hat den hiesigen Solarpionieren viele Jahre Überzeugungsarbeit gebraucht, bis Banken endlich Vertrauen in die Solartechnik gefunden haben.

Um gemäß unserer Satzung die Verbreitung von Solarenergie über reine Spendenprojekte hinaus zu fördern, beginnen wir mit einem neuen Finanzierungsinstrument:

dem Stiftung Solarenergie Entwicklungsfonds.

Dieser stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung,

· um einer Schule ein Darlehen zu geben, damit sich diese eine Solaranlage für eine zuverlässige Stromversorgung leisten kann;

· um einem Ackerbauern die Anschaffung einer solaren Wasserpumpe als Ersatz für seine ineffiziente und umweltschädliche Dieselpumpe zu ermöglichen;

· um es einem Schneider zu ermöglichen, auch in den kühleren Abendstunden zu arbeiten;

· um es einem Viehwirt zu ermöglichen, Sicherheitslampen zum Schutz des Viehs vor Raubtieren zu erwerben.

 

Der Entwicklungsfonds ist darauf angewiesen, dass die Solaranlagen professionell installiert und gewartet werden. Daher nutzen wir zur Installation und Wartung ausschließlich Unternehmen aus dem Sendea-Netzwerk der Stiftung Solarenergie.

Wichtig: Wir arbeiten ausschließlich mit lokalen Solarunternehmen zusammen. Denn wir wollen mit dem Entwicklungsfonds auch das lokale Solarhandwerk fördern und lokale Arbeitsplätze sichern.

www.stiftung-solarenergie.org

Die „Evangelischen Akademiker“ treffen sich regelmäßig unter der Leitung von Dekan i.R. Christoph Planck, Ulm, im Haus der Begegnung und hat ein festes Programm. Änderungen vorbehalten. Gäste sind immer willkommen!

Hinterlassen Sie einen Kommentar